Was ist "spirituelles" Wachstum
und wozu überhaupt wachsen?


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Der tiefste Zweck von Tantra ist die Erweiterung des Menschen, also das "Wachstum".
Das ist auch das Grundprinzip allen Lebens.

Damit ist einerseits das Wachstum in den vorgegebenen Bahnen gemeint. Also zum Beispiel ein Baum, der immer höher wird. Oder ein Kind, welches immer größer wird. Doch das geschieht ja weitestgehend von selbst. Und das kann ja auch nicht alles sein, denn sonst könnten die Lebewesen, allen voran der Mensch, schluss machen, wenn er ausgewachsen ist. Also ganz konkret: Du bist über 20 - naja, dann warte einfach nur noch darauf, dass Du stirbst. Aber es gibt durchaus auch noch eine andere Form des Wachstums und die ist viel wichtiger. Denn während das rein - ich nenne es jetzt mal: materielle Wachstum - nicht wirklich tief geht und vor allem vergänglich ist, ist das - ich nenne es jetzt mal: spirituelle Wachstum - eine ganz andere Geschichte. Diese "Erweiterung" eines Menschen. Und damit ist gemeint, dass der Mensch am Ende seines Lebens einfach "mehr" ist, als das, womit er mit seiner Geburt begann. Also mehr, als seine "genetischen Anlagen" und auch mehr als das, was er von Eltern und Schule gelernt hat. Auch mehr, als das bloße, angehäufte Wissen unserer Zeit. Und vielleicht ist ja das auch der Sinn des Lebens?

Was wäre, wenn man jeden Tag danach bemessen würdest, wie sehr die eigeneExistenz - jeder einzelne Tag davon, ja sogar jede Stunde - ein Geschenk für die Menschheit war? Nicht nur für sich selbst oder nur für die eigene Familie oder nur für die Freunde. Nein - für die Welt an sich - ohne Unterscheidung zwischen dem eigenen Dunstkreis und dem "kenne-ich-nicht"-Personenkreis.

Es gibt im indischen die Metapher der Bodhisattvas. Das sind Wesen, die durch Güte und Mitgefühl - also kurz: Liebe - ihre Kraft einsetzen zum Wohle aller mitfühlenden Wesen. Menschen und Tiere und sogar Pflanzen. Und ein Bodhisattva - und das Bild ist besonders stark - würde stehen bleiben vor den Toren zum Paradies, wenn es auch noch ein Wesen gäbe, welches noch nicht eingegangen ist ins Paradies. Er tut das nicht mehr für seine eigene Glückseligkeit, sondern für die Erleuchtung der gesamten Welt.

Ein jeder Mensch hat in sich das Potential und sogar die Sehnsucht zum Bodhisattva. Und je mehr man sich annähert an diesen Zustand der Liebe zu allen Wesen, umso mehr befindet man sich auch in einem eigenen Zustand der Erweiterung und Glückseligkeit. Und nur so funktioniert es. Je mehr Du Glück und Zufriedenheit man um sich herum mehrt, umso erfüllter ist man selbst. Ohne das gibt es auch kein wirkliches "persönliches" Glück.

Aber wie kommt man nun dorthin? Wo ist der rechte Grat sich einerseits um die eigenen Belange zu kümmern - denn nur wenn die eigenen Grundbedürfnisse erfüllt sind, kann man eine Quelle sein - UND für die Belange der Welt da zu sein?

Nun die Antwort ist ganz leicht. Sie entspringt aber nicht dem Verstand, sondern kommt aus dem Herzen. Man kann das Prinzip der Erweiterung ganz leicht ableiten aus dem Prinzip des Wachstums. Nun, wie wächst denn ein Baum? In Schüben. Er wächst, er hält inne, er wächst und hält inne. Genauso ist das auch mit der Erweiterung. Man tut, man hält inne, man tut, man hält inne. Im Kleinen wie im Großen.

Im Kleinen: Den Tag über wirkt man z.B. in der Welt und des Abends reflektiert man in Stille, was davon nun die Welt bereichert hat. Und am nächsten Tag wirkt man wieder in der Welt - aus den Erkenntnissen des Vorabends.

Im Größeren: Man vollzieht einen Lebensabschnitt - sagen wir mal: 3 Jahre Bürojob. Dann kündigt man und reflektiert, was davon die Welt bereichert hat. Dann sucht man sich einen neuen Job - aus den Erkenntissen der Reflexionszeit.

Und im ganz Großen: Man lebt sein Leben und wenn man es beendet hat, reflektierst man, was davon die Welt bereichert hat. Dann inkarniert man erneut - aus den Erkenntnissen der Zeit, in welcher man "tot" war. Ob das wirklich so ist, weiß niemand... aber ein schönes Bild ist es allemal.

Es braucht wirklich nicht mehr als das um zu wachsen - handeln, stillhalten, handeln, stillhalten. Wenn das Leben dabei sich in den immer ähnlichen, problematischen Kreisen dreht, dann ist das stillhalten möglicherweise zu kurz.
Wenn man den Kontakt zu Menschen verliert, dann ist das stillhalten vielleicht zu lange.

Wahres Wachstum ist nun das Ausmaß der Erweiterung der Liebesfähigkeit. Das, wo man sich mit Freude und Erfüllung um das Wohlergehen aller Wesen kümmert. Um sich selbst, die Kinder, Partner, um die Freunde, um die Tiere und um alle Menschen auf der Welt.

Und dazu braucht es nur ganz wenig "tun", denn niemand muss errettet werden.

Meist reicht schon ein freundliches Wort, ein liebevoller Blick oder eine zarte Berührung - und vor allem da, wo es einem am schwersten fällt. Beim Obdachlosen auf der Straße, weil man Angst hat, er könnte einen dann anbetteln. Beim Ex-Mann, weil man Angst hat, er könnte es als Billigung seines unmöglichen Verhaltens werten. Bei wem auch immer, weil man welche Angst auch immer hat.

Und wenn es nicht klappt - naja, dann vielleicht das nächste mal.