Was ist das besondere an einer Tantramassage?


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Die Tantramassagen entspringen dem sogenannten Neotantra. Dies wurde ursprünglich durch den indischen Philosophieprofessor Osho entwickelt. Der Gedanke dahinter war das ursprüngliche Tantra zeitgemäßer aufzupolieren - vor allem die Fusion zwischen Spiritualität und Sexualität stand dabei im Vordergrund. Osho sah dabei die Sexualität nicht als isolierte Fortpflanzungsfunktion, sondern im Sinne der Chakrenlehre als Energie der Beckenregion. Diese kann durch verschiedenste Techniken - zum Beispiel eben auch die Massage - erweckt und zu einer hohen, kosmischen Bewusstheit erhoben werden kann. Das Neo-Tantra erfuhr im Laufe der Zeit zahlreiche Einflüsse (z.B. durch die Reichsche Körpertherapie) und wurde erstmals durch Margot Anand in den Westen gebracht.

Es gibt Menschen, die ganz klar die kommerzielle Tantramassage (kTM) ablehnen, mit dem Argument, dafür zu bezahlen, stünde dem tantrischen Gedanken entgegen. Andere Menschen sehen darin kein Problem - sie sehen Geld als eine weitere Form von Energie und damit ist für sie die Bezahlung ein "gültiger" Energieausgleich.

Auch stellt sich immer wieder die Frage nach den Grenzen, innerhalb der kTM. "Gegenseitigkeit", "Body-to-Body" und "Geschlechtsverkehr" sind dabei immer wieder strittige Fragestellungen. Findet das ganze in einem nicht-kommerziellen Setting statt, so ist es sehr leicht die Rahmenbedingungen zu definieren: Es ist das, worauf beide Menschen sich einigen. Um dies zu finden braucht es dann halt "einfach nur" ein offenes und ehrliches Gespräch. Es ist dann nicht mehr von Belang, ob die Massage dann zum Beispiel "Maithuna" beinhaltet - also den tantrischen Geschlechtsverkehr. Solange die beiteiligten Menschen dem Zustimmen ist all dies in jeder Weise im Sinne des Tantra.

Und dies ist der vielleicht wichtigste Unterschied zwischen den privaten, also nicht-kommerziellen und den gewerblichen, also den kommerziellen Tantra-Massagen, da es sich bei letzterem in aller Regel um Dienstleistungen handelt, die im vorab vereinbart werden und ein festes Entgeld beinhalten. Der Markt ist in den letzten Jahren sehr groß und unübersichtlich geworden. Die Grenzen zwischen dem "klassischen" Rotlicht und dem "traditionellen" Tantra sind fließend und dagegen ist ja auch nichts zu sagen. Es wird nur da schwierig, wo der Konsument ein bestimmte Erwartung hat, und diese dann nicht erfüllt werden kann oder will. So gibt es in der Praxis der kTM immer wieder Missverständnisse zwischen den Instituten und den Kunden, wenn durch letzteren zum Beispiel gegenseitiges berühren oder sogar Geschlechtsverkehr vorausgesetzt wird.
Oder umgekehrt: Der Kunde wünscht ausdrücklich die Grenze der "klassischen Tantramassage" und die Masseurin überfordert durch ein - ich nenne es jetzt mal - "rotlichtartiges" Setting. Beide Fälle sind in der täglichen Massagepraxis gang und gäbe.

Aus diesem Grund haben sich die meisten Anbieter der kTM auf gewisse Rahmenbedingungen geeinigt, die dabei keinesfalls andere Praktiken diskriminieren sollen, sondern einfach nur für Klarheit sorgen sollen:
Eine Tantramassage (im Gegensatz zur Sinnlichen- oder Erotik-Massage)ist in diesem Sinne eine passive Massage, bei welcher der Massierte sich ganz auf sich und seine inneren Prozesse richten kann, ohne die Masseurin zu berühren (Eine gelegentliche Kontaktaufnahme ist dabei sicherlich in den meisten Fällen unproblematisch, es geht dabei eher um das sogenannte "krabbeln" oder "grabschen")
Dabei ist die kTM in den meisten Fällen eine durchaus sinnliche Angelegenheit. Die meisten Massage-Gäste entscheiden sich im Rahmen der kTM auch für die tantrische Intim-Massage, die sogenannte Yonimassage (bei weiblichen Gästen) oder die Lingamassage (bei männlichen Gästen)